Wiege der RaumfahrttechnikPeenemünde im Norden der Insel Usedom gilt als Wiege der Raumfahrttechnik. Im Jahre 1936 entstand hier eine Heeresversuchsanstalt, Hitlers größte Waffenschmiede. Dieses Gebiet ist international für seine militärische Weltraumforschung und industrielle Entwicklung bekannt, gleichzeitig gilt es als Mahnmal für den Tod von Tausenden von Menschen. Nach 1945 wurden verschiedene Marinekasernen und dazugehörige Wohnbauten gebaut, die zum Teil bis heute erhalten sind. Eine ehemalige Kaserne enthält heute das Museum Phänomenta. Durch die Sperrung aus militärischen Gründen auch nach 1945 hatte die Natur die Möglichkeit, sich dieses Gebiet zurückzuerobern. Erst im 19. Jahrhundert entstanden die Orte Karlshagen und Trassenheide. Aufgrund von im Boden liegenden Munitionsresten sind große Bereiche des Gebietes zwischen Peenestrom und Dünenwald bis heute gesperrt. Seit 2007 entwickelt sich aus dem Gebiet zwischen Peenemünde und Karlshagen die Denkmal-Landschaft Peenemünde. Besonders die Verbindungen zwischen Militär und einzigartigem Naturraum macht dieses Gebiet sehr interessant. Moore und SümpfeFast 15 % des geschützten Gebietes auf der Insel Usedom nehmen verschiedene Moore ein. An den Küsten befinden sich Küstenüberflutungsmoore, im Inneren der Insel Verlandungs- und Kesselmoore. Zwischen den Orten Bannemin und Kölpinsee im nördlichen Teil der Insel Usedom liegt bei Peenemünde ein großes Niedermoorgebiet. Über dem Seesand ist in Jahrtausenden eine dicke Torfschicht gewachsen, die für einen hohen Grundwasserspiegel sorgt. Hier leben neben dem großen Eisvogel neuerdings auch Silberreiher und Fischotter sowie zahlreiche geschützte Pflanzen- und Kleintierarten. Das Naturschutzgebiet Mümmelkensee ist ein 6ha großes, aus der
Verlandung eines Restsees entstandenes Hochmoor (Kesselmoor), das nie
entwässert oder wirtschaftlich genutzt wurde. Seinen Namen erhielt
dieses Gebiet durch die hier im Sommer blühende gelbe Teichrose, die
auch Mümmel genannt wird. Hier wachsen seltene Lebermoose, Wollgräser,
Sumpfporst, Blasenbinse und Sonnentau. Neben dem Moor befindet sich
ein Aussichtspunkt, von dem Sie das Hochmoor und seine bis zu 25 Meter
dicke Torfschicht überblicken können. Betreten Sie jedoch niemals das
Moor, sondern nur den ausgeschilderten Rundweg. Das Swinemoor liegt nur wenige Kilometer von der polnischen Grenze entfernt und gilt als das am wenigsten bekannte Naturschutzgebiet der Insel Usedom. Nach der letzten Eiszeit entstand in einem Gletscherzungenbecken der von Moränen umgebene Zerninsee. Östlich dieses Sees bildete sich das Swinemoor, ein mächtiges Hochmoor. Im Jahr 1995 wurde ein 375 ha großes Gebiet, einschließlich des Swinemoores, unter Naturschutz gestellt. Inzwischen befindet sich hier das größte lebende Hochmoor Usedoms. Ein Gehege für die WisenteSeit Juli 2004 hat die Insel Usedom ein eigenes Wisentgehege. 640 Jahre nach der Ausrottung durch den Menschen ist das größte Säugetier Europas, das auch der König des Waldes genannt wird, nach Usedom zurückgekehrt. Von Mai bis Oktober sind die Tiere täglich in ihrem Schaugehege in der Nähe von Prätenow zu sehen. Dieses in der Mellenthiner Heide eingerichtete Gehege hat eine Gesamtfläche von etwa 6 ha. Zweisprachige Schautafeln informieren Sie über das Leben dieser gigantischen Tiere. Buchen Sie hier ein Hotel, ein Ferienhaus oder eine Ferienwohnung und
erleben Sie die geschützte Natur der Insel Usedom. Beobachten Sie
seltene Vögel, wandern Sie um die einzigartigen Moore und vielleicht
entdecken Sie sogar einen Fischotter?
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